Stress im Stau
25 Mai 2011 - 17:30 Uhr
Von Oskar
Eine von TomTom beauftragte unabhängige Studie untersuchte den Speichel von weiblichen und männlichen Probanden, insbesonders auf sogenannte physiologische Stress-Marker. Dabei stellte man fest, dass insbesonders bei den Männer ein durchschnittlich 60%-iger Stressanstieg immer dann zu verzeichnen war, wenn sie erhöhtem Verkehrsaufkommen ausgesetzt waren, während der Wert bei den Frauen "nur" 8,7% beträgt. Noch beunruhigender ist jedoch die Tatsache, dass im selben Test 67% der Frauen und 50% der Männer 20 Minuten nach der Fahrt angaben, keineswegs gestresst gewesen zu sein, obwohl sie das aus physiologischer Sicht sehr wohl waren! Die Untersuchung hat ferner gezeigt, dass die veränderten Ausschüttungsmuster der sogenannten Stresshormone (Adrenalin, Serotonin und Noradrenalin) im Gehirn, sofern man ihnen über längere Zeit ausgesetzt ist, zu einer Beeinträchtigung der Immunfunktionen, zu erhöhtem Blutdruck und Blutzuckerspiegel führen.
Hierzu der die Studie leitende Gesundsheitspsychologe David Moxon: "Rein aus evolutionärer Sicht machen die Ergebnisse durchaus Sinn. Ganz besonders bei Männern zeigt sich eine stark akute physiologische "Kämpfe oder Fliehe-Reaktion". Die Tatsache, dass sie sich dessen meist nicht bewusst sind, könnte darauf hinweisen, dass regelmässiges Fahren in dichtem Verkehr umfassende Effekte auf ihre Gesundheit bewirken." TomTom Vorstandsmitglied Corinne Vigreux glaubt, dass die Untersuchung einen kritischen Aspekt an's Tageslicht bringt: "Viele Autofahrer sehen in Verkehrsstaus ein notwendiges Übel. Aber diese Untersuchung beweist dass wir in der Verpflichtung sind, diese Denkweise anzufechten. Vergangenen September haben wir uns in unserem Verkehrs-Manifest dazu bekannt, mit unserer einzigartigen Technologie und der Hilfe der TomTom Community dazu beizutragen, die Verkehrsbelastung für alle Autofahrer um bis zu 5% zu reduzieren."
Die Untersuchung deckt auf, dass es durchaus eine Reihe von spürbaren Stress-Symptomen gibt, auch wenn der Fahrzeuglenker den Zusammenhang nicht immer gleich herstellen kann. Hierzu zählen z.B. Schwindel, Atemlosigkeit, Muskel- und sogar Brustschmerzen, aber auch verhaltensbedingte Auffälligkeiten wie eine gesteigerte Erregung und eine dementsprechend auffällige Fahrweise deuten meist auf Stress am Steuer hin.
Eine erst kürzlich im Auftrag von TomTom durchgeführte globale Umfrage bei 10.000 Autofahreren ergab, dass 72% der zwischen 18 und 64 Jährigen ihr Auto täglich nutzen, wovon 92% auf dem Weg zwischen Zuhause und Arbeitsstätte und 80% auf dem Weg zwischen Zuhause und Schule pendeln. Berücksichtigt man weiterhin als Fakt, das weltweit geschätzt 1 Milliarde Autos auf den Strassen unterwegs sind so ist es nicht sonderlich überraschend, dass 86% der befragten Autofahrer angeben, von den Folgen des Strassenverkehrs negativ beeinflusst zu werden.
Dabei haben die Fahrer eine Vielzahl von "Strategien" entwickelt, um die Folgen von verkehrsbedingtem Stress, so gut wie es irgend geht, zu meistern. Die Umfrage ergab z.B. dass 82% von ihnen gerne Musik hören, während sich 21% mit anderen Fahrzeuginsassen unterhalten - allein um die Zeit totzuschlagen und Anspannungen abzubauen.
Außerdem stellte man fest, dass sich die Strategien zur Stressbewältigung von Land zu Land, und sogar zwischen den Geschlechtern, unterscheiden. Amerikaner (38%) und Schweden (39%) nutzen die Zeit während der Fahrt eher zum Telefonieren, während die Niederländer (14%) den Verzehr eines Snacks bevorzugen. Englischsprachige Autofahrer (USA: 20% / UK: 19% / Südafrika: 16%) tragen sich inzwischen gerne auch mal selbst ein Ständchen vor, und auch für zwei von drei Frauen gilt, so zeigte sich, dass Singen beim Fahren gut für den Stressabbau sein kann.
Die Forschungen beweisen, dass sich die Auswirkungen des Strassenvekehrs massiv bei den Fahrern, oder vielmehr ganz allgemein in der Gesellschaft, bemerkbar machen. Daher ermutigt TomTom die Autofahrer auch mit der >>>Aktion Break Free<<<, sich endlich von dieser Last zu befreien!
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