ONE New Edition: Neues Styling
31 August 2006 - 07:45 Uhr
Von MeinTomTom-Redakteure
Nach unseren positiven Erfahrungen im letzten Jahr mit der ersten Version des TomTom ONE waren wir schon gespannt auf unsere erste Bekanntschaft mit dem neuen Einsteiger der holländischen Firma: dem TomTom ONE New Edition.Was uns gleich aufgefallen ist, als wir die ersten Bilder sahen, waren die deutlich veränderten Außenabmessungen des neuen ONE. Dadurch sieht das Design viel moderner aus. Ist dieser ONE aber tatsächlich handlicher als sein Vorgänger? Und ist es TomTom gelungen, trotz aller Kosteneinsparungen nichts an Qualität einzubüßen? Höchste Zeit für unser Review...
Zwei Versionen
Der ONE New Edition ist in der zweiten Septemberhälfte verfügbar und kommt in zwei verschiedenen Versionen: einer Regional-Version mit Tele Atlas-Karten der Region und einer kontinentalen Version, die mit den Maps of Western Europe von NAVTEQ geliefert wird. Die erste Version kostet ¤ 299,-, die zweite ¤ 399,-. Abgesehen von unterschiedlichen Karten sind die beiden Versionen 100% identisch. Für unseren Review bekamen wir das teuerste Exemplar.Verpackung
Da der ONE New Edition ein kleines Gerät ist, ist auch die Verpackung klein geblieben. Das neueste Mitglied der TomTom Familie ist verpackt in einer hellgrünen (Europa-Version) oder orangefarbigen(Regio-Version) Verpackung, zusammen mit dem Zubehör. Neben dem Gerät selber befindet sich in der Verpackung eine komplett neue Halterung mit Saugnapf für das Auto, einen Ladestecker mit Kabel für 12-Volt-Stromversorgung im Auto auf der einen Seite und einem Mini-USB-Anschluss auf der anderen Seite. Außerdem ein USB-Kabel, damit man den ONE an einen Rechner oder Laptop anschließen kann. Selbstverständlich sind auch eine SD-Karte mit der Software und Karten und ein Kärtchen mit dem Produktcode dabei.In der Verpackung finden wir dann noch eine CD mit TomTom HOME und Benutzeranleitung und den 'Quick Start Guide'. Nicht mehr als notwendig, aber es genügt um gleich mit dem neuen ONE zu starten.
Als wir das Gerät aus der Verpackung nahmen, fiel uns gleich auf, dass der neue ONE sehr robust ist. Das Material und die Konstruktion fühlen sich sehr robust an. Die Abmessungen sind genau richtig, um das Gerät einfach in der Hand zu halten und das Gehäuse ist kaum größer als der 3,5"-Bildschirm. Da der ONE so kompakt ist, passt er auch einfach in die Brust- oder Hosentasche. Vom Design her passt sich der neue ONE deutlich den neuen GO-Modellen an.
Bedienung
Rechts an der Oberseite des Gerätes befindet sich der Ein/Aus-Schalter (1) und die Lade-LED (2). An der Rückseite befindet sich der Lautsprecher (3), Aussparungen für die Autohalterung (4) und ein Anschluss für die optionale externe Antenne (5). An der Unterseite finden wir dann noch den SD-Karten-Slot (6), die Reset-Taste (7) und die Mini-USB Schnittstelle (8).Was uns auch schon beim Inhalt der Verpackung deutlich wurde, bestätigt sich hier: Den Akku des ONE muss man über die USB-Schnittstelle laden. Dies kann über die 12-Volt-Stromversorgung (Zigarettenzunder) im Auto oder über die USB-Schnittstelle des Rechners oder Laptops geschehen. Der neue ONE ist damit das erste Navi von TomTom, dass nicht über eine eigene Stromversorgung verfügt. Neben der externen Antenne kann man auch keine anderen Zubehörteile anschließen. Das bedeutet also, dass man auch keine TMC-Antenne mit dem neuen ONE verbinden kann.
Der ONE wird mit einer Regional-Karte oder der West-Europa Karte geliefert. Unser Review-Exemplar kommt mit einer 1-GB-SD-Karte mit den Karten von Westeuropa. Auffällig ist, dass die Kartendaten von NAVTEQ stammen. Nach dem RIDER ist der ONE damit das zweite Gerät, welches die Kartendaten von NAVTEQ benutzt. Zweifellos ist den Grund dafür, dass TomTom nicht von einem Kartenlieferanten abhängig sein will.
In der Praxis
Wenn wir den ONE zum ersten Mal einschalten, bekommen wir gleich einige Fragen, womit die ersten Einstellungen festgelegt werden. Dabei handelt es sich um die Menüsprache, die Stimme und die Zeit. Nachdem man diese Fragen beantwortet hat, kann man gleich anfangen. Unser Review-Exemplar ist ausgerüstet mit der Firmware-Version 6.50 und NAVTEQ-Karten in Version 652/1185. Die Software ist übrigens identischmit den anderen GO-Modellen und dem RIDER. Für weitere Details, die es bei dieser Firmware-Version gibt, siehe auch unser Spezial: 'Firmware 6 und TomTomHOME'.Der ONE hat Bluetooth-Funktionalität und es ist sehr einfach, eine Verbindung mit unserem Handy aufzubauen. Freisprechen geht nicht mit dem ONE, aber über GPRS kann man schon die PLUS-Dienste nutzen, wie Traffic und Radarkameras.
Sat-Empfang
Der ONE New Edition hat einen SiRF Star III GPS-Chipsatz. Wie bei dem alten Modell ist der GPS-Empfang ausgezeichnet. Im Hausfindet er schon drei Satelliten und theoretisch könnte man damit navigieren. Draußen im Garten hat der ONE schon Verbindung mit 9 Satelliten. Am wichtigsten ist selbstverständlich der Empfang im Auto, aber die ersten Testresultate sind positiv.

Los geht's!
Zuerst befestigen wir den ONE an die Frontscheibe des Autos. TomTom hat dafür eine neue Autohalterung entwickelt, die auf den ersten Blick etwas fragil aussieht. Auf der einen Seite befindet sich der Saugnapf, ohne mechanische Teile zur Befestigung an der Frontscheibe. Auf der anderen Seite befindet sich die Befestigungsplatte, auf die man den ONE schiebt. Die Befestigungsplatte kann man nach allen Seiten drehen, um den ONE so in die gewünschte Position zu bekommen.Der Saugnapf sitzt gleich kräftig an der Frontscheibe. Um ihn wieder zu entfernen, muss man nur an der Lasche ziehen, damit Luft unter den Saugnapf kommt. Der ONE lässt sich danach einfach auf die Befestigungsplatte schieben. Der ganze Befestigungsmechanismus sieht sehr solide aus.
Dann fahren wir mal los...
Auch der GPS-Empfang während der Fahrt ist absolut super
Laut und deutlich
Die Qualität der Stimmen ist so, wie wir sie von TomTom gewohnt sind: laut und deutlich! Bei einer Lautstarke von 70 bis 80% ist die Stimme schon verständlich genug, um alle Anweisungen deutlich zu hören. Der Bildschirm lässt sich gut ablesen. Aber wie die meisten Geräte hat auch der ONE New Edition Spiegelungs-Probleme. Obwohl der ONE New Edition mit einem 266 Mhz-Prozessor statt eines 380 Mhz-Prozessors ausgerüstet ist, berechnet 'der Neue' die Strecken problemlos und schnell. Auch auf dem Bildschirm sieht man kein Bildruckeln.Trotz der internen Änderungen, wobei man die internen Leiterplatten von drei auf nur eine reduzierte, hat sich die Verarbeitungs-Qualität im Vergleich mit dem ersten Modell glücklicherweise nicht geändert. Auch der GPS-Empfang während der Fahrt ist absolut super. Zum Navigieren im Allgemeine finden wir dann auch nichts Negatives.
Selbstverständlich gibt es aber auch Kritikpunkte. So finden wir, dass das Fehlen der Anschlussmöglichkeit für eine TMC-Antenne
beim ONE New Editioneine ein großer Minuspunkt ist. TomTom hat sein eigenes Traffic-System über GPRS, TMC ist aber sehr populär und da lässt TomTom Chancen ungenutzt.
Änderungen
Auch die kleinen Änderungen im Vergleich mit dem vorherigen ONE (Prozessor, die mit 266 Mhz statt 380 Mhz läuft und das Fehlen des Kopfhöreranschlusses) sind Minuspunkte. Dabei müssen wir aber anmerken, dass wir noch nicht bemerkt haben, dass der neue ONE langsamer laufen würde. Ob der Wechsel zu Westeuropa-Karten von NAVTEQ ein Plus- oder Minuspunkt ist, muss sich in der Praxis in den nächsten Monaten noch herausstellen.Aufmerksam muss man auch beim Laden des ONE New Edition über die USB-Schnittstelle sein. Normalerweise sollte das keine Probleme geben, aber man muss darauf achten, dass der ONE mehr Strom benötigt, als die USB-Schnittstelle liefern kann. Besonders wenn der ONE eingeschaltet ist und an einem Laptop ohne Stromversorgung durch das Netzteil angeschlossen ist, kann esp assieren, dass der Laptop-Akku langsam leerläuft. Im Gegensatz zum Laden über den Zigarettenanzünder im Auto liefert die USB-Schnittstelle nur wenige Milliampère Strom. Am besten schaltet man darum den ONE aus, wenn man ihn über den Rechner oder Laptop lädt. Man kann sich auch gleich ein Netzstrom-Ladegerät kaufen, welches TomTom als Zubehör für ¤ 24.- anbietet.
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Fazit
Es ist TomTom gelungen, mit diesem neuen ONE Produktionskosten zu sparen, ohne dabei an Qualität einzubüßen. Der ONE New Edition ist damit ein gutes Einsteigergerät in die Navi-Welt zu einem günstigen Preis. Das Gerät macht genau das, wofür es gedacht ist: den Besitzer von A nach B leiten. Wichtige Elemente dabei sind: ein großer und sehr gut ablesbarer Bildschirm, deutliche Sprachanweisungen und eine sehr einfache Bedienung. Dazu kommen noch das schöne Design, die robuste Verarbeitungsqualität und der ausgezeichnete GPS-Empfang.
Laden über USB und die beschränkte Batterie-Kapazität (2 Std durchschnittlich) finden wir Minuspunkte. Auch hätten wir gerne ein Netstrom-Ladegerät gleich in der Verpackung dabei. Eine verpasste Chance ist auch, dass es bei dem neuen ONE keine TMC-Möglichkeit gibt.
Wenn man dabei aber den Preis in Augenschein nimmt, dann lassen sich diese Minuspunkte schon relativieren. Mit einem Preis ab ¤ 299,- für den TomTom ONE New Edition mit Regional-Karte und ¤ 399,- für die Europa-Version hat TomTom ein sehr gutes Angebot in diesem Marktsegment. Wie bei seinen Vorgängern hat TomTom mit diesem neuen ONE darum wieder ein Top-Gerät der Familie hinzugefügt.
Positiv: Styling, GPS-Empfang, Bauqualität, Preis
Negativ: Kein TMC, Batterie-Kapazität, kein Netstrom-Ladegerät

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